Ökostrom – die klimafreundliche Alternative
Immer mehr deutsche Verbraucher wissen die Vorteile des grünen Stroms zu schätzen und wollen auf Ökostrom umsteigen. So haben Ende letzten Jahres rund zwei Millionen Haushalte in Deutschland Ökostrom bezogen, also immerhin 4,5 Prozent aller deutschen Haushalte. Die Erzeuger und Energiekonzerne erkennen die Trendwende und reagieren entsprechend. Während noch vor einigen Jahren die angebotenen Ökostromtarife auf dem deutschen Strommarkt noch recht übersichtlich waren, gibt es heute kaum mehr einen Energieversorger, der nicht mindestens einen Ökostrom-Tarif im Angebot hat.
Die Gründe für die steigende Nachfrage des grünen Stroms liegen auf der Hand. Zum einen ist das gestiegene Umweltbewusstsein der Verbraucher hierfür verantwortlich. Denn wer sich für Energie aus erneuerbaren Quellen entscheidet, trägt aktiv zum Klimaschutz bei. Daneben ist der grüne Strom auch aus finanzieller Sicht attraktiv. Wie in einer Untersuchung der Stiftung Warentest herausgefunden werden konnte, fallen die Preise für Ökostrom nicht unbedingt höher aus als für konventionelle Energie. Nicht selten fallen die Preise für Ökostrom sogar günstiger aus. Zudem verfügen viele Ökostromanbieter über die besseren Vertragsbedingungen.
Trotz der zunehmenden Verbreitung und Beliebtheit des grünen Stroms herrscht noch immer weitreichende Unwissenheit darüber, was genau Ökostrom eigentlich ist. Zudem sind sich viele Verbraucher noch immer unklar darüber, inwieweit sich die angebotenen grünen Stromtarife von Energieversorger zu Energieversorger voneinander unterscheiden.
Das ist Ökostrom
Hinter dem Begriff Ökostrom verbirgt sich im Allgemeinen Energie, die aus erneuerbaren Quellen stammt. Zu den am weitesten verbreiteten regenerativen Energiequellen gehören Wind- und Wasserkraft sowie die Solarenergie. Weitere Energiequellen, aus denen Ökostrom gewonnen wird, sind unter anderen die Solarthermie, Geothermie, Biogas sowie die Biomasse. Ebenfalls unter den Terminus der ökologischen Energieerzeugung fällt die Nutzung von Klär-, Deponie- und Grubengas. Die Umwandlung dieser schädlichen Emissionen in nutzbare Energie ist besonders klimafreundlich, obwohl es sich hierbei streng genommen eigentlich nicht um erneuerbare Energiequellen handelt.
Ebenfalls als Sonderfall betrachtet werden könnte die Energiegewinnung aus den so genannten Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen (KWK). Derartige Anlagen werden in erster Linie in Kohle- und Gaskraftwerken verwendet, also in Anlagen, die fossile Brennstoffe verwerten. Auf anderen Seiten tragen diese Anlagen dazu bei, den übermäßigen Rohstoffverbrauch sowie die Emission klimaschädlicher Stoffe an die Atmosphäre zu senken.
Wer seine Energie von einem Ökostromanbieter bezieht, erhält damit nicht automatisch nur noch Strom, der zu hundert Prozent aus regenerativen Quellen stammt. Denn Ökostrom wird in den allgemeinen Energiemix eingespeist, die die Stromkunden beziehen. So kommt trotz Wechsel zum Ökostrom-Tarif der gleiche Strom wie bisher aus der Steckdose. Dennoch können Ökostromkunden einen Einfluss darauf nehmen, welche Menge grüner Strom produziert und in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird.
Worauf bei der Auswahl des Anbieters geachtet werden sollte
Verbraucher sollten das Angebot eines Ökostromanbieters etwas genauer unter die Lupe nehmen und unter anderem darauf achten, wo der angebotene Strom erzeugt wird.
Zum einen können Ökostromanbieter die Energie für ihren Ökostromtarif aus regenerativen Energiequellen selbst erzeugen. Auf der anderen Seite können sie den grünen Strom jedoch auch von einem anderen Erzeuger kaufen, um ihn anschließend an den Endverbraucher weiter zu verkaufen. Hierbei verpflichtet sich der Energielieferant gegenüber dem Verbraucher dazu, die von den Kunden verbrauchte Menge Energie als Ökostrom in das allgemeine Stromnetz einzuspeisen. Besonders umweltfreundlich ist dieses Verfahren, wenn der Strom möglichst zeitnah zum Verbrauch des Kunden in das Stromnetz eingespeist wird. Als klimabewusster Stromkunde sollte man deswegen darauf achten, ob die bezogene Energie aus den bereits erwähnten KWK-Anlagen stammt und aus Klär-, Deponie- oder Grubengas erzeugt wird, oder aber wirklich in erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft oder Photovoltaik ihren Ursprung hat. Seriöse Ökostromanbieter gewähren ihren Kunden detailliert Auskunft über die Herkunft ihres Stroms.
Tarife vergleichen und einfach Wechseln
Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter ist kostenlos und dauert nur wenige Minuten. Mit einem Online-Tarifrechner, der auch Ökostromtarife berücksichtigt, kann jeder mit nur wenigen Klicks einen günstigen Ökostromtarif finden. Anschließend einfach Online-Wechselantrag beim gewünschten Lieferanten ausfüllen und schon ist die Arbeit im Wesentlichen getan. Alle weiteren Wechselformalitäten übernimmt der neue Versorger.