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Nachhaltigkeit von Immobilien gewinnt an Bedeutung

Auch wenn ökologische Werte, regenerative Energien und Elektromobilität in Deutschland gerade sehr wichtig sind, kommen Verfechter des nachhaltigen Immobilienbaus angesichts der schwachen Konjunktur und der personellen Einsparungen auf dem Arbeitsmarkt in Erklärungsnöte. Dabei birgt eine nachhaltige Bauweise ja auch durchaus Vorteile für den Bauherrn. Die Ausrede, man müsse den Umweltschutz hintanstellen und zuvörderst an die Wirtschaft denken, bis die Zeiten besser werden, kann und darf nicht gelten. Wir befinden uns mitten im Energiewandel, im endgültigen Atomausstieg und verfügen über die Mittel und das Wissen, mit Ressourcen und Energie verantwortungsvoller umzugehen.

Öko-Bau in der Wirtschaftskrise

Die Wirtschaftskrise hatte auf die Immobilienbranche natürlich eine durchaus beflügelnde Wirkung. Als stabile Wertanlage spielt momentan auch die Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Die Wirtschaftskrise hat ihre Bedeutung in der Immobilienwirtschaft laut Meinung der meisten Experten und Makler gestärkt. Seitdem die Anleger Währungsanleihen wie die Pest scheuen und ihr hart Erspartes lieber in Wohnobjekte investieren, hat auch die Art, wie ein Haus gebaut wird, eine spürbare Wandlung durchgemacht. Und Nachhaltigkeit ist momentan nicht nur in Deutschland ein heiß diskutiertes Thema: Aktuelle, repräsentative Umfragen bestätigten den Trend, dass Nachhaltigkeit im Baugewerbe fast überall auf der Welt an Bedeutung gewinnen konnte. Lediglich zehn Prozent gaben bei einer Befragung zu diesem Thema an, sie würden dem Thema jetzt weniger Bedeutung beimessen. Für diesen Trend, der sich in Deutschland an den Energiewandel anhängt, gibt es mehrere gute Gründe. In den letzten Jahrzehnten wurde viel und teilweise auch recht günstig gebaut. Die Energieeffizienz dieser Objekte ließ zu wünschen übrig und überraschte Besitzer und Bewohner mit vergleichsweise hohen Energiekosten, die den billigen Bau leider mehr als ausglichen. Zusammen mit den vergleichsweise hohen Strom- und Mietkosten und dem öffentlichen Interesse an zukunftsorientierten, energieeffizienten Konzepten sensibilisierten das die Marktteilnehmer doch merklich. Auf dem deutschen Markt scheint man verstanden zu haben, dass ressourcen- und energieschonendes Bauen und Nutzen auf lange Sicht wirklich Sinn macht. Selbst die Sanierung von Denkmalschutz Immobilien wird immer häufiger in Betracht gezogen.

Das Haus der Zukunft

Gegenwärtig werden sich auch immer mehr Bürger der wirtschaftlichen Vorteile nachhaltiger Gebäude gewahr und es scheint sich langsam zu einer Faustregel entwickelt zu haben, dass alles andere eigentlich überhaupt keinen Sinn macht. Wer also gut bauen will, baut nachhaltig! Mal davon abgesehen, dass die Bürger in Deutschland durchaus gewillt sind, Opfer zu bringen, um die Umweltbelastung einzudämmen, sprechen auch wirtschaftliche Vorteile für diese Vorgehensweise. Das Baugeld ist momentan noch recht günstig zu haben und über niedrige Nebenkosten kann man sich ein Leben lang freuen. So ist es auch kein Wunder, dass in Berlin mittlerweile ein Test-Haus steht, das tatsächlich mehr Energie produziert, als es verbraucht!

Datum: 18.01.2012 - Uhrzeit: 14:14 Uhr - Kategorie: Klima & Wohnen - Kommentare deaktiviert