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Solarenergie lohnt sich – trotz umstrittener Kürzung der Förderung

Für viel Ärger sorgte in den letzten Wochen der Beschluss der Regierung, die weitere Förderung von privaten Photovoltaikanlagen in Deutschland stark zu kürzen. Kern dieser Kürzung ist die Reduzierung der Einspeisevergütung von Sonnenenergie ins Stromnetz auf nur noch 19,5 Cent pro Kilowattstunde. Trotzdem lohnt es sich für private Haushalte noch immer, eine eigene Photovoltaikanlage zu installieren.

Kosten vorher gut kalkulieren

Damit sich die eigene PV Anlage lohnt, müssen die Kosten vorher gut kalkuliert werden, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Doch wie errechnet man die optimale Größe einer Photovoltaikanlage? Viele Faktoren fließen in diese Berechnung mit ein, sodass schon bei der Kostenkalkulation ein Experte hinzugezogen werden sollte, der bei der Planung der zukünftigen Anlage hilft und Angebote unterschiedlicher Hersteller einholt, um die Preise miteinander zu vergleichen. So sind deutsche Solarpaneele zwar durchweg teurer als Solarpaneele aus chinesischer Herstellung, aber wer auf hochwertige Qualität setzt, wird auf das Gütesiegel “made in Germany” nicht verzichten wollen. Auch die Installationskosten können ganz unterschiedlich ausfallen. Gut dran ist, wer selbst handwerkliches Geschick mitbringt und die Paneele selbst auf dem Dach installieren kann, doch die meisten Menschen werden die Installation wohl einem Fachmann überlassen.

Wie errechnet man die optimale Größe einer Photovoltaikanlage?

Ein wichtiger Punkt, an dem der Hausbesitzer leider nicht viel ändern kann, ist die geografische Lage des Hauses in Deutschland: Da die Sonne senkrechter fällt und damit stärker strahlt, je näher sie sich am Äquator befindet, ist die Sonnenenergie in Süddeutschland generell ergiebiger als im Norden. Wer nicht gerade aus der Lüneburger Heide auf die Schwäbische Alb ziehen möchte, muss sich im Norden damit abfinden, dass die eigene PV Anlage größer ausfällt als im Süden, da mehr Sonnenlicht eingefangen werden muss, um die gleiche Menge Strom zu erzeugen.

Dazu kommen mikrogeografische Punkte, wie zum Beispiel die Lage des Wohnortes: Wenn das eigene Dorf auf einer Anhöhe liegt, auf die täglich viele Stunden Sonnenlicht fällt, kann seine PV Anlage effizienter nutzen als jemand, dessen Dorf in einem Talkessel liegt, der weniger direktes Sonnenlicht erhält und zudem oft mit Nebel rechnen muss, der die Wirkung der Sonnenstrahlen stark reduziert.

Letztlich kommt es auch auf das eigene Haus an, beispielsweise ob eine Ausrichtung nach Süden gegeben ist und wie stark der Neigungsgrad des Daches ist. Bauherren, die einen Neubau mit Solarpaneelen planen, sollten sich hier von Anfang an beraten lassen, um ein Dach zu bauen, das optimal auf die Nutzung der Solarpaneele ausgerichtet ist.

Datum: 18.05.2012 - Uhrzeit: 16:44 Uhr - Kategorie: Aktiver Umweltschutz, Erneuerbare Energien, Photovoltaik - Kommentare deaktiviert